Kein Schaukeln mehr im modernen Wasserbett

September 22nd, 2010 · No Comments

Früher einmal waren Wasserbetten verrufen, nicht nur, weil ihre Nutzung immer mit etwas Anrüchigem verbunden war, sondern auch, weil man durchaus damit rechnen konnte, seekrank zu werden, durch das starke Schaukeln der Matratze. Die Kammern im inneren der Wasserbett Matratze waren riesig; oft war es eine einzige, mit Wasser gefüllte Blase, in der natürlich ein Druckausgleich nicht ohne Schaukeln von Statten gehen konnte. Also waren das Zubettgehen, das Umdrehen in der Nacht und das Aufstehen immer mit einer gewissen Unruhe verbunden. Schon beinahe ins Lächerliche gezogen wurde diese Tatsache in Sketchen und Witzen: Wenn der eine Partner ins Bett ging und es den anderen quasi aus dem Bett katapultierte, war das immer ein Bild vor Augen, das zum Lachen animierte. In den Kammern war meistens auch etwas Luft eingeschlossen, sodass man oft ein leises Gurgeln vernahm, das sich schwer abstellen ließ.

Dank vieler technischer Neuerungen haben sich die Wasserbetten bis heute deutlich verbessert. Sie werden in Mehrkammer Systemen gebaut, die voneinander abgetrennt sind. So entstehen unterschiedliche Druckzonen, aber das Schaukeln konnte dadurch auch komplett eliminiert werden. Durch Zusätze für das Wasser, die den Prozess der Fäulnis im Inneren der Matratze verhindern, unterbleibt auch das Blubbern der Luft im Wasser. Es gibt mittlerweile auch Modelle von Wasserbetten, die mit einem Pulver gefüllt sind. Dieses wird bei einem Befüllen der Matratze zu einem Gel, das zwar die gleichen Eigenschaften wie das reine Wasser hat, aber deutlich einfacher zu handhaben ist. Eine Tatsache ist, dass niemand mehr damit rechnen muss, tief einzusinken oder beim nächtlichen Umdrehen erst einmal wieder warten zu müssen, bis sich das Wasser in der Matratze unter dem Gewicht des Körpers beruhigt hat.